Ashwagandha als natürliches Heilmittel bei zahlreichen Beschwerden

Im südasiatischen Raum gilt Ashwagandha schon seit vielen Jahrhunderten als Heilmittel und ist ein wichtiger Bestandteil der ayurvedischen Medizin. Mittlerweile hat die indische Pflanze auch den westlichen Teil der Welt erobert und ist vom Heilkräuter-Markt nicht mehr wegzudenken.

Ashwagandha Pflanze

Vor allem bei der Behandlung von Stresserscheinungen, Depressionen, Ängsten, Übergewicht und Schilddrüsenproblemen wird Ashwagandha erfolgreich eingesetzt. Zudem stärkt die Einnahme der Heilpflanze das Immunsystem und sorgt für mehr Kraft, Ausdauer und Leistungsfähigkeit.

Besonders hervorzuheben ist die gute Verträglichkeit von Ashwagandha. Die Pflanze hilft bei zahlreichen Beschwerden, ohne dabei unerwünschte Nebenwirkungen hervorzurufen.

Ashwagandha: Aussehen und Verbreitung der Pflanze

Ashwagandha ist eine Heilpflanze, die zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) gehört und der Gattung Withania zugeordnet wird. Ihr botanischer Name lautet daher Withania somnifera. Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem südasiatischen Raum. Ihren besonderen Namen hat sie der altindischen Sprache Sanskrit zu verdanken. Dort bedeutet Ashwagandha so viel wie „Geruch des Pferdes“. Neben dem intensiven Geruch der Wurzel hat vermutlich auch die Wirkung der Heilpflanze zu dieser Bezeichnung geführt. Ashwagandha verleiht Kraft und Vitalität, um stark und gesund wie ein Pferd zu sein. Im deutschsprachigen Raum ist Ashwagandha auch als Schlafbeere, Winterkirsche und Indischer Ginseng bekannt.

Ashwagandha ist eine krautartige Pflanze, die normalerweise zwischen 30 und 80 cm hoch wird. Bei optimalen Standortbedingungen kann sie sogar eine Größe von 150 cm erreichen. Die Blätter der Schlafbeere sind grün und erreichen eine Länge von 2,5 bis 12 cm. Ihre Unterseite ist mit feinen Blatthaaren überzogen. Die Blüten sind glockenförmig und grüngelb oder gelb. Besonders auffällig sind die gelben Staubblätter im Zentrum der Blüte. Nach der Blütezeit trägt die Ashwagandha-Pflanze leuchtend rote Beeren als Früchte, die einen Durchmesser von 5 bis 8 mm erreichen. Im Inneren der Beere befinden sich kleine weiße Samen, die nach dem Trocknen eine braune Farbe annehmen. Die dicke Wurzel der Pflanze ist weiß bis braun und enthält einen Großteil der heilenden Pflanzenstoffe.

Am besten gedeiht Ashwagandha auf sandigen bis kiesigen Böden in trockenen Regionen. Vor allem in Indien, Nepal, China und Jemen findet man größere natürliche Vorkommen. Zusätzlich ist die indische Pflanze in vielen afrikanischen Ländern weit verbreitet. Aufgrund der großen Beliebtheit wird Ashwagandha mittlerweile auch in Privatgärten angebaut. Vor allem in südeuropäischen Ländern wie Italien, Spanien und Griechenland gelingt der Anbau sehr gut.

Wirkungsweise von Ashwagandha

Das indische Kraut Ashwagandha hat nicht nur viele verschiedene Namen, es ist auch für seine zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten bekannt. Man könnte meinen, die Pflanze ist ein kleines Wundermittel, denn sie hilft bei einer Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten und Beschwerden. Doch das ist noch längst nicht alles. Auch gesunde Menschen können von der positiven Wirkung der Heilpflanze profitieren. In Indien und anderen ostasiatischen Ländern hat man die heilende Kraft der Ashwagandha-Pflanze schon vor langer Zeit entdeckt. Die rote Beere ist dort fester Bestandteil der ayurvedischen Medizin. Obwohl Ashwagandha in Deutschland noch relativ unbekannt ist, erfreut sich die Heilpflanze auch hier immer größerer Beliebtheit.

Um die heilenden Kräfte und positiven Wirkungsweisen der Pflanze besser zu verstehen, ist es zunächst wichtig, ihre Inhaltsstoffe zu kennen. Vor allem in den Blättern und Wurzelns der Winterkirsche befinden sich Pflanzenstoffe, die für die heilende Wirkung verantwortlich sind. Die folgenden fünf Inhaltsstoffe sind dabei von besonderer Bedeutung: Withanolide, Alkaloide, Fettsäuren, Choline und Aminosäuren.

Wissenschaftliche Studien konnten bisher nicht abschließend klären, welcher der Pflanzenstoffe für die heilende Wirkung des Indischen Ginsengs verantwortlich ist. Forscher gehen allerdings davon aus, dass es keinen Hauptwirkstoff gibt. Wahrscheinlich werden die positiven Wirkungsweisen durch ein Zusammenspiel der unterschiedlichen Pflanzenstoffe hervorgerufen. Bestätigt ist bisher nur, dass Withanolide und Alkaloide, die aus den Wurzeln der Pflanze gewonnen werden, an fast allen heilenden Effekten beteiligt sind.

Ashwagandha in der ayurvedischen Medizin

Wie zuvor erwähnt ist die heilende Wirkung der Ashwagandha-Pflanze ein wichtiger Bestandteil der ayurvedischen Medizin. Die indische Heilkunst ist bereits vor über 5000 Jahren entstanden und hat in Ländern wie Indien, Nepal und Sri Lanka einen festen Platz neben der modernen Schulmedizin eingenommen. Viele Patienten dort schwören auf die ayurvedische Medizin. In westlichen Ländern spielt Ayurveda bisher nur eine untergeordnete Rolle und gilt nach wie vor als Alternativmedizin oder kommt im Wellness-Bereich zum Einsatz. Das Interesse an der traditionellen Heilkunst wächst jedoch stetig. Immer mehr wissenschaftliche Studien beschäftigen sich mit den positiven Wirkungsweisen von Heilpflanzen und es wird nach Wegen gesucht, um heilende Kräuter in die klassische Schulmedizin zu integrieren.

Um die Rolle der Schlafbeere in der ayurvedischen Kräuterkunde besser zu verstehen, ist es zunächst wichtig, sich etwas genauer mit der ayurvedischen Lehre zu beschäftigen. Ayurveda wird mit „Wissenschaft des Lebens“ übersetzt. Die indische Lehre geht davon aus, dass sich der menschliche Körper aus drei verschiedenen Lebensenergien zusammensetzt, die auch als Doshas bezeichnet werden.

1) Vata besteht aus den Elementen Luft und Raum und ist für die Bewegungsabläufe in Körper und Geist verantwortlich. Es ist das wichtigste Dosha.

2) Pitta setzt sich aus den Elementen Wasser und Feuer zusammen und reguliert den Stoffwechsel.

3) Kapha vereint die Elemente Erde und Wasser und ist für die Stabilität und Beständigkeit des Körpers zuständig.

Im Ayurveda wird davon ausgegangen, dass Gesundheit und Wohlbefinden nur dann erreicht werden können, wenn alle drei Lebensenergien ausgeglichen sind und sich im Einklang miteinander befinden. Sofern eines der drei Doshas gestört ist, sind therapeutische Maßnahmen notwendig. Ashwagandha kommt vor allem bei Störungen des Vata-Doshas zum Einsatz. Probleme in diesem Bereich zeigen sich durch körperlich und geistige Belastungen. Patienten klagen über innere Unruhe, Schlafstörungen, Stresserscheinungen, depressive Verstimmung, Angst, Verdauungsprobleme und Muskelbeschwerden. Hier kann Ashwagandha Abhilfe schaffen. Im Ayurveda ist das indische Kraut sattvischer Natur und bringt Körper und Geist in Einklang. Es reguliert außerdem die Emotionen.

Anwendungsbereiche von Ashwagandha

Studien haben gezeigt, dass die regelmäßige Einnahme von Ashwagandha zahlreiche Beschwerden lindern kann. Nicht nur bei körperlichen Problemen entfaltet die rote Beere ihre Heilungskraft, auch psychisches Leiden wird durch Ashwagandha vermindert. Zusätzlich können durch die Verwendung von Ashwagandha viele positive Effekte erzielt werden. Die folgenden Wirkungsweisen der Pflanze sind wissenschaftliche bestätigt.

Reduzierung von Stresserscheinungen

Hohe Anforderungen im Alltag und Beruf führen dazu, dass immer mehr Menschen unter Stress leiden. Der Körper produziert vermehrt Cortisol, ein Stresshormon, das Betroffene nicht zur Ruhe kommen lässt. Hier kann die Einnahme von Ashwagandha Abhilfe schaffen. Blätter und Wurzeln der Pflanze sind reich an glykosidischen Withanoliden. Diese natürlichen Pflanzenstoffe vermindern die Ausschüttung von Stresshormonen und steigern gleichzeitig das körperliche und psychische Wohlbefinden. In wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass der Cortisolspiegel der Teilnehmer um bis zu 27,9 Prozent sank, wenn sie Ashwagandha über einen längeren Zeitraum eingenommen hatten. Betroffene Menschen konnten besser mit Stress umgehen und gewannen an Lebensqualität hinzu.

Linderung von Depressionen und Angststörungen

Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen sind heutzutage weit verbreitet und schränken die Lebensqualität der betroffenen Menschen stark ein. Neben einer Psychotherapie kommen häufig Medikamente zum Einsatz, um die Symptome zu lindern. Allerdings kann die Einnahme gängiger Psychopharmaka zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Hier bietet Ashwagandha eine natürliche und nebenwirkungsfreie Alternative.

Der Hauptgrund für Depressionen ist ein Mangel des Glücks- und Wohlfühlhormons Serotonin im Gehirn. Betroffene fühlen sich traurig, schwach und wertlos. In Studien wurde nachgewiesen, dass sich unter Einnahme von Ashwagandha die Sensibilität der Serotonin-Rezeptoren verbesserte und folglich der Serotoninspiegel der Teilnehmer anstieg. Bei stressbedingten Depressionen reduzierte sich die depressive Symptomatik der Teilnehmer sogar um fast 80 Prozent.

Angststörungen und Panikattacken können durch einen erhöhten Cortisolspiegel begünstigt werden. Ashwagandha reduziert die Ausschüttung von Cortisol im Körper und löst eine beruhigende Wirkung bei Angstpatienten aus. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass unter Einnahme von Ashwagandha nicht nur der Cortisolspiegel der Teilnehmer sank, sie berichteten auch über ein höheres Wohlbefinden. Vor allem bei stressbedingten Angstzuständen wirkt Ashwagandha besonders gut.

 Behandlung von Schilddrüsenunterfunktion

Eine Schilddrüsenunterfunktion liegt vor, wenn die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert. Zu den häufigsten Symptomen dieser Erkrankung gehören Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Haarausfall, Gewichtszunahme und Verstopfungen. Obwohl es bisher nur wenige Studien gibt, die den Einfluss von Ashwagandha auf die Schilddrüse untersuchten, konnte bei Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion ein positiver Effekt nachgewiesen werden. Die tägliche Einnahme der Heilpflanze regte die Schilddrüse dazu an, mehr Hormone zu produzieren. Der Thyroxin-Wert (T4) stieg um 19,6 Prozent an. Der Trijodthyronin-Wert (T3) konnte sogar einen Anstieg von 41,5 Prozent verzeichnen. Da gängige Medikamente darauf ausgerichtet sind, die Folgen der Unterfunktion durch die künstliche Zufuhr von Hormonen auszugleichen, kann Ashwagandha unterstützend eingesetzt werden, um die körpereigene Hormonproduktion der Schilddrüse zu steigern.

Vorbeugung und Bekämpfung von Krebs

Krebs gehört neben Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Umso wichtiger ist es, dass Krebserkrankungen erst gar nicht entstehen. Ashwagandha wirkt nachweislich antioxidativ und bekämpft freie Radikale. So werden die Körperzellen vor Schäden bewahrt und bleiben gesund. Die Heilpflanze kann aber noch viel mehr. Vor allem dem Extrakt der Wurzel wird eine tumorhemmende Wirkung nachgesagt. Die regelmäßige Einnahme vermindert das Wachstum von Krebszellen und beschleunigt den Zelltod. In Tierstudien wurde nachgewiesen, dass Ashwagandha vor allem bei der Therapie von Gehirntumoren sowie Lungen-, Brust-, Eierstock- und Darmkrebs unterstützend wirkt.

4.5 Steigerung von Ausdauer und Muskelkraft

Ashwagandha ist bei Sportlern sehr beliebt, um die Leistungsfähigkeit zu steigern. Vor allem Ausdauer und Muskelkraft können mithilfe der indischen Pflanze verbessert werden. In einer Studie mit untrainierten Teilnehmern, die hauptsächlich sitzende Tätigkeiten verrichteten, konnte nach nur einem Monat eine deutliche Steigerung der Muskelkraft nachgewiesen werden. Durch die tägliche Einnahme von Ashwagandha erhöhte sich die Muskelkraft im unteren Rücken um 15,4 Prozent und im Oberschenkel um 21,5 Prozent. Eine weitere Studie zeigte, dass sich unter regelmäßiger Einnahme von Ashwagandha auch die Muskelmasse vergrößerte. Verantwortlich für diese Effekte ist vermutlich, dass Ashwagandha den Testosteronspiegel erhöht, denn Testosteron unterstützt den Muskelaufbau.

In Bezug auf die Ausdauerleistung wurde eine Studie mit professionellen Fahrradfahrern durchgeführt. Nachdem die Sportler acht Wochen lang täglich Ashwagandha eingenommen hatten, stieg ihr maximales Atemvolumen um 12,5 Prozent und die Zeit, bis sie müde wurden, verlängerte sich um 7,2 Prozent. Vor allem Ashwagandhas schmerzlindernde Wirkung auf Muskeln und Gelenke ist für die Erhöhung der Ausdauer verantwortlich.

4.6 Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit und der Gedächtnisfunktion

Den Pflanzenstoffen aus den Blättern und Wurzeln der Winterkirsche wird nachgesagt, die Bildung von neuen Nervenzellen und Nervenverbindungen zu unterstützen. Von diesem Effekt können sowohl gesunde als auch kranke Menschen profitieren. In einer Studie mit gesunden Männern wurde nachgewiesen, dass sich unter Einnahme der indischen Heilpflanze die kognitiven Fähigkeiten verbesserten. Bereits nach zwei Wochen erzielten die Teilnehmer bessere Ergebnisse bei einem Test mit komplexen Denkaufgaben. Es konnte außerdem ein positiver Einfluss auf die Wachsamkeit und Reaktionszeit nachgewiesen werden. In einer weiteren Studie wirkte sich die achtwöchige Einnahme von Ashwagandha förderlich auf das allgemeine Gedächtnis sowie steigernd auf die Aufmerksamkeit und Denkleistung aus.

Menschen, die unter neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer leiden, können ebenfalls von Ashwagandha profitieren. Bisher gibt es nur wenig Forschung in diesem Bereich. Eine Studie kam allerdings zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Ashwagandha das Gehirn vor schädlichen Ablagerungen zwischen den Nervenzellen schützt. So kann einem schnellen Gedächtnisverlust im Alter vorgebeugt werden.

4.7 Steigerung der männlichen Zeugungsfähigkeit

Testosteron steigert das sexuelle Verlangen und erhöht die Spermienproduktion. Die antioxidativen Stoffe der Ashwagandha-Pflanze stehen in Verdacht, die Produktion des wichtigen Sexualhormons anzuregen. In Studien trat dieser Effekt vor allem auf, wenn sich die Männer zusätzlich sportlich betätigten. Nach einer achtwöchigen Kombination aus Ashwagandha und Krafttraining erhöhte sich der Testosteronspiegel der Teilnehmer um 15 Prozent. In einer weiteren Studie wurde nachgewiesen, dass sich bei zeugungsunfähigen Männern unter Einnahme der krautigen Pflanze die Anzahl und Qualität der Spermien erhöhte. Vor allem junge Männer konnten von diesem Effekt profitieren.

4.8 Stärkung des Immunsystems

Sowohl die Wurzeln als auch die Blätter von Ashwagandha enthalten den wichtigen Pflanzenstoff Withanolid A, der das Immunsystem unterstützt. Es reduziert das im Blut zirkulierende Stresshormon Cortisol, um den Organismus zu stärken. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von Ashwagandha die Produktion und Aktivität der natürlichen Killerzellen im menschlichen Körper erhöht. Zudem zeigte sich ein entzündungshemmender Effekt. Die indische Pflanze ist daher sehr gut geeignet, um dem Immunsystem bei der Bekämpfung von Infektionen und Entzündungen zu helfen.

4.9 Senkung der Blutfettwerte und des Blutzuckerspiegels

Erhöhte Blutfettwerte und ein erhöhter Blutzuckerspiegel können die Gesundheit schädigen und Beschwerden wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen. Neben einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung können auch die Pflanzenstoffe aus der Ashwagandha-Wurzel dabei helfen, Blutfette und Blutzucker zu regulieren. In einer Studie mit Menschen, die unter stark erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten litten, stellte sich bereits nach 30 Tagen eine deutliche Besserung ein. Durch die tägliche Einnahme von Ashwagandha sank der Blutzuckerwert um 13 Prozent und die Blutfettwerte um 12 Prozent. Zusätzlich verbesserte sich die Insulinsensitivität. Bei den Teilnehmern reichten nach Beendigung der Untersuchung kleinere Mengen des körpereigenen Insulins, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

4.10 Schutz der inneren Organe

Ashwagandha schützt die inneren Organe und wirkt sich vor allem positiv auf die Funktion von Darm und Leber aus. Studien konnten bestätigen, dass die Einnahme der indischen Pflanze die Darmgesundheit positiv beeinflusst. Die Pflanzenstoffe helfen bei einer Darmentzündung, die Darmschleimhaut wieder aufzubauen, und verhindern unangenehme Verstopfungen. Einläufe mit Ashwagandha-Extrakt können bei der Therapie von Darmgeschwüren, Reizdarmsyndrom und rektalen Blutungen unterstützend eingesetzt werden.

Mithilfe von Tierstudien konnte nachgewiesen werden, dass Ashwagandha den Gallensäuregehalt der Leber steigert. So werden die schlechten Blutfette schneller abgebaut. Der indischen Pflanze wird zudem eine entgiftende Wirkung nachgesagt und sie schützt die Leber vor Schwermetallvergiftungen.

4.11 Stärkung der Knochen

Kräftige Knochen sind vor allem für ältere Menschen wichtig, um mobil zu bleiben. Auch hier ist die regelmäßige Einnahme von Ashwagandha hilfreich. Die Blätter der Pflanze enthalten Stoffe, die die knochenbildenden Zellen stimulieren. So wird der Knochenaufbau gestärkt und die Entstehung von Osteoporose verhindert. In mehreren Tierexperimenten konnte nachgewiesen werden, dass Ashwagandha Knochenverlust entgegenwirkt.

4.12 Reduzierung von Übergewicht

Um Übergewicht zu reduzieren, sind eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sehr wichtig. Die Einnahme von Ashwagandha kann den Abnahmeprozess allerdings unterstützen. Das indische Kraut verfügt über Pflanzenstoffe, die die Lebensdauer von Fettzellen senken und den Zelltod einleiten. Im Rahmen einer Studie konnte gezeigt werden, dass die Teilnehmer nach achtwöchiger Einnahme von Ashwagandha sowohl ihr Körpergewicht als auch ihren BMI reduzieren konnten. Da Ashwagandha den Blutzuckerspiegel und den Cortisolspiegel senkt, berichteten die Teilnehmer zudem über eine Normalisierung des Appetits, weniger Heißhungerattacken und ein höheres Wohlbefinden. Ashwagandha ist zwar kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil, kann die Gewichtsabnahme aber beschleunigen.

Nebenwirkungen von Ashwagandha

Ashwagandha-Präparate gelten als Nahrungsergänzungsmittel auf pflanzlicher Basis, deren Einnahme nur sehr selten zu unerwünschten Nebenwirkungen führt. Sofern die empfohlene Höchstdosis nicht überschritten wird, ist das indische Kraut sehr gut verträglich. Wird Ashwagandha in zu hohen Mengen eingenommen, kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen und Durchfall kommen.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Ashwagandha nicht eingenommen werden. Bisher beschäftigten sich nur wenige Studien mit der Thematik, allerdings gibt es Hinweise, dass Ashwagandha das Risiko für Fehlgeburten erhöht.

Menschen, die bereits Schilddrüsenhormone einnehmen, sollten die Einnahme von Ashwagandha zuvor mit ihrem Arzt besprechen. Da die rote Beere die körpereigene Produktion von Schilddrüsenhormonen ankurbelt, muss die Dosis des Schilddrüsenmedikaments gegebenenfalls angepasst werden.

Ashwagandha sollte außerdem nicht in Kombination mit Alkohol oder Schlafmitteln eingenommen werden, denn es kann deren Wirkung verstärken.

Am besten geeignet sind Ashwagandha-Präparate aus biologischem Anbau, denn bei ihnen fällt die Verschmutzung der Pflanzen durch schädliche Pestizide nur sehr gering aus.

Einnahme, Dosierung und Wirkungseintritt von Ashwagandha

Es gibt verschiedene Formen, um Ashwagandha einzunehmen. Für welche Form man sich entscheidet, ist davon abhängig, welche Wirkung mit der Einnahme erzielt werden soll. Persönliche Vorlieben spielen ebenfalls eine Rolle.

1) Tabletten oder Kapseln: Ashwagandha in Form von Tabletten oder Kapseln ist einfach zu dosieren und kann auch unterwegs eingenommen werden. Die gängige Dosis liegt bei täglich ein bis zwei Tabletten oder Kapseln mit je 500 Milligramm Wirkstoff, die oral mit einem großen Schluck Wasser eingenommen werden.

2) Pulver: Ashwagandha in Pulverform wird aufgelöst in einem Glas Wasser eingenommen. Da das Pulver leicht bitter schmeckt, kann es gegebenenfalls mit Lebensmitteln wie Saft, Joghurt oder Smoothies kombiniert werden. Auch hier empfiehlt sich die tägliche Einnahme von ein bis zwei Löffeln mit je 500 Milligramm Pulver.

3)Tropfen oder Tinktur: Ashwagandha in Form von Tropfen oder einer Tinktur wird ebenfalls mit einem Glas Wasser oder Saft eingenommen. Die Dosierung ist abhängig von der Konzentration der Tinktur und liegt normalerweise bei 20 bis 60 Tropfen ein- bis dreimal täglich.

4) Tee: Um Ashwagandha als Tee zu genießen, kann man einen halben Teelöffel des Pulvers zehn Minuten lang mit Wasser aufkochen und danach 30 Minuten lang ziehen lassen. Die empfohlene Menge liegt bei drei kleinen Tassen mit je 125 Millilitern täglich.

Wer noch keine Erfahrungen mit Ashwagandha gemacht hat, sollte die Einnahme mit einer niedrigen Dosis starten. Etwa 300 bis 500 Milligramm täglich sind ein guter Einstieg, um sich mit der indischen Heilpflanze vertraut zu machen. Ist die Dosis gut verträglich, kann sie alle drei Tage um 500 Milligramm gesteigert werden. Dabei ist zu beachten, dass die tägliche Höchstdosis von 1500 Milligramm nicht überschritten werden sollte. Treten unerwünschte Nebenwirkungen auf, ist es ratsam, die Einnahme für mehrere Tage zu unterbrechen. Danach kann erneut mit der niedrigsten Dosierung gestartet werden, um sich dann langsam an eine höhere Dosis heranzutasten.

Grundsätzlich gibt es keinen perfekten Zeitpunkt, um Ashwagandha einzunehmen. Die Einnahme kann zu jeder Tageszeit erfolgen. Allerdings spielt der Anwendungszweck eine Rolle. Möchte man Stress reduzieren, um in der Nacht besser zu schlafen, empfiehlt sich die Einnahme am Abend. Möchte man hingegen konzentrierter und leistungsfähiger bei der Arbeit sein, empfiehlt sich die Einnahme am Morgen. Wichtiger als der Zeitpunkt ist jedoch, Ashwagandha regelmäßig einzunehmen. Nur so können langfristige Erfolge erzielt werden. Die Frage, wie lange man warten muss, bis Ashwagandha wirkt, lässt sich ebenfalls nicht pauschal beantworten, denn es kommt auch hier auf den Anwendungszweck an. Wer sich mehr Kraft und Ausdauer beim Sport wünscht, wird schnell eine Verbesserung feststellen. Wer die Hormonproduktion der Schilddrüse anregen möchte, muss Geduld mitbringen.

Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass Menschen unterschiedlich sind und jeder Körper anders reagiert. Allgemeingültige Aussagen in Bezug auf die Dosierung und Wirkung können daher nur schwer getroffen werden. Oft ist es besser, eigene Erfahrungen mit Ashwagandha zu machen.

Die besten Ashwagandha-Präparate im Vergleich

Mittlerweile gibt es in Deutschland ein großes Angebot an Ashwagandha-Präparaten, die im Internet erhältlich sind. Bei der Auswahl ist es wichtig, dass Kapseln, Tabletten und Pulver aus reinem Wurzelpulver bestehen. Tropfen und Tinkturen sollten alkoholfrei sein und ebenfalls reines Wurzelpulver enthalten. Der Withanolid-Gehalt des verwendeten Wurzelpulvers sollte bei fünf bis zehn Prozent liegen, damit das Ashwagandha-Präparat seine volle Wirkung entfalten kann. Produkte mit Zusätzen wie Reispulver und Magnesiumstearate sind für therapeutische Zwecke nicht geeignet.

Die folgenden Ashwagandha-Präparate sind aufgrund ihrer hohen Qualität sehr beliebt:

Das Präparat des Herstellers MoriVeda ist beim Online-Händler Amazon der Bestseller im Bereich Kapseln und Tabletten aus Ashwagandha. Es wird in zwei verschiedenen Formen angeboten. Das Präparat in Kapselform enthält 600 Milligramm Wurzelpulver pro Kapsel und ist von einer pflanzlichen Hülle umgeben. Das Präparat in Tablettenform enthält 1000 Milligramm Wurzelpulver pro Tablette. Beide Produkte sind vegan und ohne Füllstoffe hergestellt. In einer Packung sind jeweils 120 Tabletten enthalten. Die positive Bewertung von 4,7 Sternen und die 1252 Kundenmeinungen (Stand: März 2020) sprechen für die hohe Qualität des Produktes.

Das beliebteste Ashwagandha-Produkt im Bereich Pulver wird ebenfalls von der Marke MoriVeda hergestellt und ist auf Amazon in einer 250g-Tüte erhältlich. Das Produkt ist vegan, besteht aus reinem Wurzelpulver und verzichtet auf den Zusatz von Füllstoffen. Aufgrund der hohen Qualität wurde das Ashwagandha-Pulver mit 4,7 Sternen bewertet und hat zudem 373 Kundenmeinungen erhalten (Stand: März 2020).

Die Tinktur der Firma Nature’s Answer ist beim Online-Anbieter Amazon das am häufigsten verkaufte Ashwagandha-Produkt in Tropfenform. Die kleine Flasche beinhaltet 60 Milliliter Tinktur, die einer Totalmenge von 2000 Milligramm Ashwagandha-Extrakt entsprechen. Zusätzlich ist das Produkt alkoholfrei. Die positive Bewertung von 4,3 Sternen und die 386 Kundenmeinungen (Stand: März 2020) bestätigen die hohe Qualität des Produktes.

Wer auf der Suche nach Ashwagandha-Produkten mit hoher Wirksamkeit ist, wird beim Online-Händler Amazon schnell fündig und kann sich die Artikel bequem nach Hause liefern lassen.

Fazit

Ashwagandha als natürliches Heilmittel bei zahlreichen Beschwerden
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass in der indischen Heilpflanze viel mehr Power steckt, als man eigentlich vermuten würde. Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass die regelmäßige Einnahme von Ashwagandha das Stressempfinden reduziert, Depressionen und Angststörungen mindert, Kraft, Ausdauer und Konzentration fördert, Knochen und Organe schützt sowie bei der Gewichtsabnahme unterstützt. Die Präparate sind einfach zu dosieren und aufgrund der kaum vorhandenen Nebenwirkungen für fast alle Menschen geeignet. Die Winterkirsche kann bei vielen Beschwerden ergänzend zur schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden oder sogar eine wirkungsvolle Alternative bieten. Wer von der Heilkraft der Natur profitieren möchte und auf der Suche nach einem rein pflanzlichen Mittel ist, sollte nicht zögern und Ashwagandha-Präparaten eine Chance geben.