CBD (Cannabidiol) – Wirkung – Nebenwirkungen – Einnahme

In den letzten Jahren hat CBD, der bekannteste Wirkstoff der Hanfpflanze wieder stark an Bedeutung gewonnen. CBD oder Cannabidiol wirkt sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene stressreduzierend, der Wirkstoff weist aber im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabidiol)keine psychoaktive Wirkung auf, wodurch es nicht zu einer Überdosierung kommen kann.

CBD Öl Cannabidiol

Um die wertvollen Eigenschaften von CBD erhalten zu können, wird CBD-Öl in einem sehr kosten- und zeitintensiven Verfahren hergestellt und ist auch legal erhältlich. Während der Verarbeitung muss man sehr strenge Auflagen erfüllen, um alle erforderlichen Qualitätsstandards einhalten zu können.

Zur Kulturgeschichte der Hanfpflanze

Hanf wurde bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. als Heilpflanze verwendet und bei Rheuma oder Malaria eingesetzt. In der Antike stellte man vorwiegend Textilien aus der Pflanze her, da die Fasern über eine sehr gute Qualität verfügten. Darüber hinaus beschrieb der bekannte Pharmakologe Dioskurides im 1. Jahrtausend n. Chr. die Wirkung von Hanfsamensaft gegen Ohrenschmerzen und auch Plinius der Ältere war davon überzeugt, dass Hanf zur Schmerzlinderung eingesetzt werden konnte. Eine wesentliche Rolle spielte die Pflanze dann auch im Mittelalter. Zu dieser Zeit begann man Hanf für die Herstellung von Segeln, Tauen und Seilen zu verwenden und mit diesen Produkten auch zu handeln. Im 13. Jahrhundert setzte man den Rohstoff dann in der Papierherstellung ein. So druckte man beispielsweise die Gutenberg-Bibel auf Hanfpapier und auch Künstler wie Rembrandt schätzten das hochwertige Material und malten ihre Gemälde auf Hanfleinwand.Schließlich begannen aber Stoffe wie Sisal und Holz den Rohstoff zu verdrängen und ab 1937 mussten Hersteller in Amerika hohe Steuern für den Handel mit Hanf zahlen, bis dieser schließlich ganz verboten wurde. In Deutschland erlebte die Pflanze während der Herrschaft der Nationalsozialisten wieder einen Aufschwung, nach 1945 verschwanden jedoch die Anbauflächen weltweit beinahe vollständig. Endgültig in Verruf geriet der Hanf im Rahmen der Hippiebewegung, da deren Anhänger mit psychoaktiven Stoffen experimentierten. Erst in den 1990er-Jahren wurden die Verbote für den Anbau von Nutzhanf wieder aufgehoben und in der EU wurden etwa 50 Nutzhanfsorten freigegeben. Heute ist Hanf wieder ein begehrter Rohstoff, der sowohl in der Papier- und Textilindustrie als auch in der Landwirtschaft, der Ernährung und Medizin zum Einsatz kommt.

Was ist CBD?

CBD oder Cannabidiol ist ein sogenanntes Cannabinoid, das man aus der Hanfpflanze gewinnt. Im Gegensatz zu THC ist CBD nicht psychoaktiv, das heißt, dass es über keine berauschenden Wirkungen verfügt.

CBD und seine Wirkung auf den menschlichen Organismus

Erst in den 1970er-Jahren gelang es Wissenschaftlern, die THC- bzw. CBD-Struktur zu entschlüsseln, dadurch wurde CBD im medizinischen Bereich erst relativ spät genutzt. Erst als man die gesamte therapeutische Wirkung der Cannabinoide erkannte, griff man wieder vermehrt auf CBD zurück. Im Zuge der Studien entdeckten Wissenschaftler auch das sogenannte Endocannabinoid-System. Dieses System steuert im menschlichen Organismus unterschiedliche Abläufe und hat Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung, die Stimmungslage, die Regulierung von Schlaf, Appetit und Körpertemperatur, die Abwehrleistung sowie auf die Entstehung verschiedener Ängste. Unser Körper ist in der Lage eigenständig Endocannabinoide zu bilden und verfügt darüber hinaus über sogenannte Cannabinoid-Rezeptoren, wobei sich Rezeptoren im zentralen Nervensystem bzw. im Nervensystem des Darms sowie auf Zellen, die den Knochenstoffwechsel bzw. das Abwehrsystem regulieren, befinden. Aus diesem Grund kann CBD auf unterschiedliche Art und Weise wirken und sowohl entzündungshemmende und schmerzstillende als auch beruhigende Effekte hervorrufen. Die bestmögliche Wirkung erzielt man dabei durch Decarboxylierung. Darunter versteht man das Erhitzen von CBD, zum Beispiel durch Kochen oder Backen.

Ist CBD verschreibungspflichtig?

CBD ist – im Gegensatz zu THC – nicht verschreibungspflichtig. Man erhält es in Drogerien, Apotheken sowie verschiedenen Online-Shops. Da für Cannabidiol also kein Rezept notwendig ist, müssen die Kosten auch vollständig selbst getragen werden. Beim Kauf von CBD-Produkten sollte immer auf eine ausgezeichnete Qualität geachtet werden, die auch ihren Preis hat. Daher lohnt es sich auch, die Preise unterschiedlicher Anbieter zu vergleichen, wobei man sich am besten für Produkte, die aus biologischer Landwirtschaft stammen, entscheiden sollte.

Bei welchen Erkrankungen wird CBD eingesetzt?

Da CBD über ein sehr breites Wirkungsspektrum verfügt, kann es sowohl präventiv als auch komplementär zur Förderung der Gesundheit eingesetzt werden. Dafür sind bereits eine Reihe von Präparaten wie zum Beispiel Öle, Kapseln oder Tees erhältlich. Laut aktuellen Studien hilft CBD unter anderem bei Allergien, Entzündungen, Hauterkrankungen, Krebs, Depressionen, Schlafstörungen, Sucht- und Nervenerkrankungen sowie bei Unwohlsein bzw. Übelkeit.

Im Hautstoffwechsel übernimmt das Endocannabinoid-System unterschiedlichste Aufgaben. So hat es beispielsweise Einfluss auf die Differenzierung bzw. das Wachstum der Zellen sowie auf die Produktion von Hormonen und Talg. Tritt eine Fehlfunktion des Systems auf, so kann es zu Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Akne kommen. Be diesen Erkrankungen hilft CBD, da es Entzündungsprozesse hemmt und den Juckreiz stillt.

Wer an Schlaflosigkeit leidet, fühlt sich oft angespannt und weniger leistungsfähig. Zahlreiche Menschen nehmen dann Schlafmittel ein, was aber auch gefährlich sein kann, da sie abhängig machen können. Eine gute Alternative ist hier CBD-Öl, da die Inhaltsstoffe gegen Schlaflosigkeit auf natürliche Weise wirken. Zudem ist CBD aufgrund seiner beruhigenden Wirkung auch bei Nervosität, Überbelastung bzw. Stress einsetzbar.

Ebenso hilfreich ist Cannabidiol bei Allergien und Asthma, da es entzündungshemmend wirkt und das Immunsystem anregt. Asthma tritt zum Beispiel aufgrund eines fehlgesteuerten Immunsystems auf und kann aus diesem Grund mit CBD-Öl sehr gut behandelt werden. Dasselbe gilt für Menschen, die an einer Allergie leiden, denn durch eine Immunsystem-Stärkung werden die körpereigenen Abwehrkräfte aktiviert und können dann gegen eine Allergie vorgehen. Dadurch reduzieren sich Allergieschübe oder bleiben sogar ganz aus.

Aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften kann CBD auch Arthrose lindern. Bei einer Arthrose wird das Knorpelgewebe abgebaut und CBD-Öl kann hier dazu beitragen, die Schmerzen zu lindern.

Da Cannabidiol auch appetitzügelnd wirkt, kann es außerdem sehr gut bei Fettleibigkeit bzw. Übergewicht eingesetzt werden. Allerdings ist es hier nur ein sinnvolles Hilfsmittel, das eine gesunde Ernährung und viel Bewegung nicht ersetzt.

Bei einigen Epilepsie-Formen können darüber hinaus Anfälle mithilfe von CBD unterdrückt werden, ohne dass dabei ein Gewöhnungseffekt herbeigeführt wird und die Dosis ständig erhöht werden muss. Besonders wirksam zeigt sich CBD bei Epilepsie-Formen von Kindern, die genetisch bedingt sind.

Alzheimer entsteht durch Ablagerungen im Gehirn, oxidativen Stress sowie durch eine Entzündung im Nervengewebe. Als Folge davon sterben Nervenzellen ab und das Gehirn verkümmert zunehmend. Studien haben gezeigt, dass CBD Entzündungen im Gehirn reduzieren bzw. hemmen kann. Außerdem werden dadurch die Nervenzellen vor der Degeneration bzw. vor dem Absterben geschützt.

Auch Parkinson entsteht, wenn Nervenzellen, die Dopamin produzieren, im Gehirn absterben. Das führt in weiterer Folge zu Zittern, Muskelstarre oder einer eingeschränkten Beweglichkeit. Auch hier kann CBD den Verlust von Dopamin abschwächen und psychotische Symptome reduzieren.

Bei ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erkrankt das motorische Nervensystem, was dann zu Muskelschwäche und Lähmungen führt. Studien zeigen hier, dass Cannabidiol die Degeneration der Nervenzellen verzögern bzw. stoppen kann, da es oxidativen Stress vermindert und Entzündungen reduzieren kann.

Aufgrund verschiedener Studien konnte man außerdem feststellen, dass mithilfe von CBD auch Tumorzellen bekämpft werden können. So wurde beispielsweise im Jahr 2018 eine Studie an 110 Krebspatienten (Glioblastome und Brustkrebs) durchgeführt, die CBD unterstützend zur Therapie verabreicht bekamen. Die Studie zeigte, dass sich der Gesundheitszustand bei 92 Prozent der Betroffenen verbesserte. Ein neuerer Ansatz ist die Kombination von CBD mit Chemotherapien und Strahlentherapien, außerdem können mit CBD auch die Nebenwirkungen von Krebstherapien wie zum Beispiel Erbrechen und Übelkeit behandelt werden. Zu beachten ist allerdings, dass CBD den Appetit hemmt, daher sollte man den Einsatz bei Patienten, die an Untergewicht leiden, gut abwägen.

CBD-Öl: Herstellung und Verwendung

CBD-Öle stellt man speziell für therapeutische Zwecke an und sie enthalten kaum bzw. kein THC. Die Öle werden vorwiegend aus nachhaltigem Hanf hergestellt und durchlaufen spezielle Filtrationsprozesse. Im Handel sind sie dann in Konzentrationen von beispielsweise 5, 10 bzw. 20 Prozent erhältlich. Achten Sie beim Kauf eines CBD-Öls auch darauf, dass nur reine Inhaltsstoffe und keine Schwermetalle im Produkt enthalten sind bzw. auch entsprechende Analysen darüber vorliegen.

CBD-Öl enthält zahlreiche Inhaltsstoffe, die essenzielle Körperfunktionen unterstützen. Neben CBD ist im Öl auch Gamma-Linolensäure zu finden, die blutdruckregulierend und entzündungshemmend wirkt. Außerdem fördert sie die Wundheilung, was vor allem für Menschen mit Hautkrankheiten sehr wichtig ist. Ein weiterer Inhaltsstoff sind Omega-3- bzw. Omega-6-Fettsäuren. Diese Fettsäuren erneuern und regenerieren Zellen und spielen für das Herz-Kreislaufsystem eine wesentliche Rolle. Außerdem enthält CBD-Öl viele wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe wie Kupfer, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen oder Phosphor. Ebenfalls im Öl zu finden sind Vitamine, darunter beispielsweise Vitamin E, das über antioxidative Eigenschaften verfügt, bzw. Vitamin B1, das Depressionen lindern kann. Die enthaltenen Carotinoide wirken zudem positiv gegen Hautalterung, während Chlorophyll die Zellatmung und das Immunsystem beeinflusst.

Ein CBD-Öl kann auf unterschiedliche Art und Weise konsumiert werden. Nach der Einnahme sollte man etwa 15 Minuten lang keine Nahrung bzw. keine Flüssigkeit aufnehmen, damit das Öl auch optimal wirken kann. CBD-Öl ist in Kapselform, in Tropfenform als Öl bzw. als Inhaltsstoff von Getränken und Speisen erhältlich und kann außerdem mittels Verdampfer aufgenommen werden. Die Kapseln sind vor allem für Personen geeignet, die den Geschmack des Öls nicht mögen, außerdem bieten die Kapseln den Vorteil, dass man die benötigte Menge sehr gut portionieren kann. Die Kapsel wird dabei auf die Zunge gelegt und dann mit etwas Wasser geschluckt. Da sich die Kapsel erst zersetzen muss, kann es sein, dass die Wirkung erst etwas verzögert eintritt. Des Weiteren kann CBD auch durch Speisen, wie zum Beispiel durch ein Stück Kuchen, zugeführt werden. Wer Cannabidiol in gelöster Form aufnehmen möchte, entscheidet sich für eine E-Zigarette oder einen Verdampfer. Für eine orale Aufnahme werden die CBD-Tropfen unter die Zunge gegeben, wo man sie auch kurz verweilen lässt. Damit eine optimale Wirkung erzielt werden kann, sollte man erst ein bis zwei Minuten später etwas Flüssigkeit nachtrinken.

Wichtig ist, dass man sich bei der Einnahme von CBD-Öl auch an die vorgegebene Dosis hält. Wer an leichten Beschwerden leidet, sollte in der ersten Woche am Morgen bzw. am Abend jeweils drei Tropfen eines 5-prozentigen Öls einnehmen, in der darauffolgenden Woche kann die Dosierung dann auf fünf Tropfen erhöht werden. Bei schwerwiegenderen Problemen sollten in den ersten beiden Wochen am Morgen und am Abend jeweils fünf Tropfen eines 5-prozentigen Öls aufgenommen werden, in der dritten Woche kann man die Dosis dann auf 3×5 Tropfen pro Tag erhöhen. Bei Nervosität oder Angstzuständen sollte die Dosierung bei nicht mehr als 3×3 Tropfen pro Tag liegen. Dasselbe gilt für Schlafstörungen bzw. für Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Achten Sie bei der Dosierung auch auf das Körpergewicht, denn die hier angeführten Mengen sind für Personen geeignet, die ein Gewicht von 60 bis 90 kg haben. Zu Beginn sollte die Dosierung im Allgemeinen immer niedrig sein und nur sehr langsam erhöht werden, damit auch keine Nebenwirkung auftreten.

Einfache Dosierung: CBD-Kapseln

Wie bereits erwähnt, ist CBD-Öl auch in Form von Kapseln erhältlich, wobei das Öl hier in gelöster Form vorliegt. Die Kapseln sind in unterschiedlicher Konzentration erhältlich, manche Hersteller geben dabei den Anteil von CBD in Milligramm, manche in Prozent an. 10 Prozent stehen dabei beispielsweise für 16 mg CBD pro Kapsel, vier Prozent entsprechen 6,4 mg. Da bei Kapseln keine individuelle Dosierung möglich ist, sollte man zu Beginn immer eine niedrige Dosis wählen und dann erst höher konzentrierte Kapseln einnehmen. Die Einnahme der Kapseln ist sehr unkompliziert, da sie geschmacksneutral sind. Darüber hinaus kann CBD in Kapseln auch mit anderen Wirkstoffen kombiniert werden. Außerdem sind sie auch sehr gut für unterwegs geeignet, denn sie lassen sich einfach verstauen und praktisch an jedem Ort einnehmen. Ein Nachteil von Kapseln ist die verzögerte Wirkung, da sie erst im Magen aufgelöst werden. Was die Dosierung betrifft, sollte man zu Beginn dreimal pro Tag eine Kapsel einnehmen. Ist die Wirkung zu stark bzw. zu schwach, so kann man die Dosis entsprechend anpassen. Zu beachten ist, dass CBD ein fettlöslicher Stoff ist, daher kann man die Aufnahme begünstigen, wenn man gleichzeitig auch ein fetthaltiges Nahrungsmittel (z.B. Nüsse) zu sich nimmt.

CBD-Liquids für E-Zigaretten

Sehr beliebt sind auch sogenannte CBD-Liquids für E-Zigaretten, die in unterschiedlichen Aromen erhältlich sind. Achten Sie beim Kauf von CBD-Liquids vor allem auf den Hersteller, da die Standards in Europa anders als zum Beispiel in China sind. Auch am Preis kann man sehr häufig erkennen, ob CBD in einer hohen oder niedrigen Dosierung enthalten ist. Im Gegensatz zu Zigaretten enthalten CBD-Liquids kein Nikotin, außerdem verdampft das Liquid nur, was eine wesentliche Rolle für die Gesundheit der Lunge spielt. Während das CBD-Liquid verdampft, gelangen die Inhaltsstoffe in den Blutkreislauf, wodurch eine schnelle Wirkung erzielt werden kann, sie sind allerdings auch schädlicher als Kapseln oder Öle.

Liquids werden auf unterschiedliche Art und Weise produziert und unterscheiden sich auch in ihrer Zusammensetzung. Ein mögliches Verfahren ist eine Extraktion mittels eines Trägeröls. Bei diesem Verfahren wird kein Alkohol, sondern Öl verwendet, um CBD herzustellen. Das Öl, das eingesetzt wird, ist allerdings nicht verdampfbar, sodass diese Art der Produktion nicht unbedingt dazu geeignet, um E-Liquids herzustellen. Ein weiteres Verfahren ist die Extraktion durch Alkohol. Dabei werden jene Anteile der Hanfpflanze, die sehr viel Cannabinoid enthalten, in eine alkoholische Lösung eingelegt. Anschließend wird das Gemisch erhitzt, wodurch der Alkohol verdampft und Cannabidiol als Endprodukt zurückbleibt. Als bestes Produktionsverfahren gilt die sogenannte überkritische CO2-Extraktion. Dabei werden die CBD-haltigen Anteile des Hanfs erhitzt, wodurch das CBD in ein Stadium zwischen gasförmigem und flüssigem Zustand gelangt. Im Fachjargon spricht man dann auch von der überkritischen Phase. In diesem Stadium kann CBD sehr leicht gelöst werden und dieses steht dann auch in einer sehr guten Qualität zur Verfügung, da es nahezu keine Rückstände enthält.

CBD-Kristalle und ihre Verwendung

Kristallines CBD kann ebenfalls als Rauchware verwendet werden, eignet sich aber auch als Zutat für Getränke oder Speisen. Eine sehr verbreitete Form der Konsumierung stellt das sogenannte Dabben dar. Darunter versteht man das Einatmen des Dampfes, der durch das Schmelzen der Kristalle entsteht. Für das Dabben werden ein Dab Rig oder Bong, ein Brenner, ein Dabber (eine Art Spatel) sowie reine Kristalle benötigt. Der Vorteil dieser Konsumierungsform besteht darin, dass der Effekt sofort nach der Inhalation eintritt. Wer möchte kann anstelle eines Dab Rigs auch einen Verdampfer verwenden, in den das Extrakt eingefüllt wird. Anschließend wird das Gerät erhitzt und die Dämpfe inhaliert. Zu beachten ist, dass die Temperatur nicht zu hoch sein darf, da sonst Karzinogene oder Benzene entstehen können. Außerdem ist die Qualität der Kristalle äußerst wichtig, da sämtliche Inhaltsstoffe beim Inhalieren in die Atemwege gelangen. Raucher, die E-Zigaretten verwenden, können die Kristalle auch einem E-Liquid hinzufügen, die sich dann in der Flüssigkeit auflösen. CBD-Kristalle können zudem für etwa eine Minute unter die Zunge gelegt werden, wodurch die Wirkstoffe ebenfalls sehr rasch in den Blutkreislauf gelangen.

Was versteht man unter dem Entourage-Effekt?

Viele Forscher gehen davon aus, dass es besser ist, die verschiedenen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze miteinander zu kombinieren, als nur einzelne Cannabinoide zu isolieren. So erläuterte beispielsweise der Neurologe Ethan Russo bereits vor einigen Jahren, welche Wirkung die einzelnen Inhaltsstoffe der Pflanze aufeinander haben. Er beschrieb dabei nicht nur die Cannabinoide CBD und THC, sondern ging auch auf den Effekt der anderen Wirkstoffe ein. Dabei sind vorwiegend die Terpene hervorzuheben. Diese interagieren mit den Cannabinoiden und entfalten auf diese Art und Weise ihre Wirkung. So können beispielsweise die Terpene Pinen, Caryphyllen sowie Mycren Angstzustände lindern, außerdem kann CBD in Verbindung mit Limonen und Linalool zur Bekämpfung von Akne eingesetzt werden. Diese Untersuchungen sprechen für die Verwendung von CBD als Vollspektrumextrakt, da man dann vom ganzen Phytokomplex profitieren könnte.

Unterschiedliche CBD-Konzentrationen

CBD-Öl ist in verschiedensten Konzentrationen erhältlich, wobei der Gehalt auch von der Hanfsorte abhängig ist. Üblich sind vor allem die folgenden Konzentrationen:

2 bis 3%: Dabei handelt es sich um eine sehr niedrige Konzentration, die sich eher für kleine Hunde oder Katzen eignet, wo man es zur Schmerzbekämpfung oder zur Beruhigung einsetzt. Sehr niedrige Dosierungen sind auch für Kinder geeignet, wenn sie beispielsweise an Bauchweh leiden oder nicht einschlafen können. Allerdings sollte die Einnahme bei Kindern immer im Vorfeld mit einem Arzt abgesprochen werden.

3 bis 6%: Ein CBD-Öl in dieser Konzentration ist ein leichtes Öl, mit dem man kleine Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Einschlafstörungen behandeln kann. Ein Vorteil ist, dass man die Dosierung hier sehr gut einstellen kann und auch ein Tropfen mehr oder weniger auch unproblematisch ist.

7 bis 12%: Diese Konzentration ist mittelstark und zeigt eine sehr schnelle Wirkung. Für Erwachsene ist es beispielsweise ein Akutmittel für Kopfschmerzen, die nicht verschwinden. Auch hier kann man die Dosierung gut einstellen und ein Öl mit einer Konzentration von mehr als 10 % eignet sich auch für eine äußerliche Behandlung. Zudem können auch Erkältungen oder Magenschmerzen unterstützend damit behandelt werden.

Ab 15%: Ab einer Konzentration von 15% spricht man von einem starken CBD-Öl, das ein hoch wirksames Heilmittel ist. Man kann es für starke Schmerzen oder Krampfanfälle verwenden, muss sollte aber unbedingt darauf achten, dass die Dosierung genau eingehalten wird.

Ab 25%: Ab einer Konzentration von 25% ist das Öl sehr stark. Diese Öle sind auch ziemlich kostspielig und können unter Umständen auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Dosierungen ab 15 % sollten daher immer mit einem Arzt abgesprochen werden. Für den Hausgebrauch sind solche Öle eigentlich unnotwendig, da diese Präparate im Allgemeinen eher für schwer erkrankte Personen verwendet werden.

Wie sollte man CBD-Öl aufbewahren?

CBD ist äußerst lichtempfindlich, daher sollte man eine blickdichte Verpackung bevorzugen. Zudem sollte das Öl an einem kühlen und dunklen Ort lagern. CBD-Öl ist normalerweise etwa zwei Jahre haltbar, man sollte es dann allerdings nicht im Kühlschrank aufbewahren, da die Konsistenz sonst möglicherweise verändert wird.

CBD und Nebenwirkungen

Normalerweise treten bei der Einnahme von CBD kaum Nebenwirkungen auf. Bei einigen Menschen kann es jedoch manchmal zu Müdigkeit, Schwindel, Durchfall oder Erbrechen kommen. In den meisten Fällen treten diese Symptome auf, wenn die Dosierung zu hoch war, daher sollte man immer mit einer geringen Menge beginnen. Stillende Mütter bzw. schwangere Frauen sollten kein CBD-Öl einnehmen, weil es bis dato keine Studien darüber gibt, wie CBD auf Babys wirkt.

CBD und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Der Abbau von Cannabidiol erfolgt in der Leber. Dort wird die Aktivität von zwei Enzymen gehemmt, die wiederum dafür verantwortlich sind, dass verschiedene andere Medikamente abgebaut werden können. Die Folge davon ist, dass diese Arzneimittel dann stärker wirken, da sie langsamer abgebaut werden. Davon betroffen sind vor allem die Säurehemmer Ondansetron und Pantoprazol bzw. die Antiepileptika Risperidon sowie Clobazam. Wer also größere Mengen an Cannabidiol einnimmt, sollte darauf achten, nicht gleichzeitig eines der angeführten Arzneimittel zu sich zu nehmen.